Es ist Mai und die Sonnenstrahlen haben schon ordentlich Kraft. Sie wärmen Körper, Geist und Seele – und alles strebt nach draußen. Wird ja wirklich auch Zeit, nach all der Inwendigkeit. Zudem haben wir uns im ersten Quartal dieses Jahres bestens auf das Aktivwerden im Außen vorbereitet: Der Frühjahrsputz im Energiespeicher ist erledigt, wir wissen um die Erzeugung positiver Resonanzen und haben ein Gefühl dafür entwickelt, wo wir gerade stehen. Alles bereit also, um vor die Tür zu treten und die Welt zu begrüßen. Wenn diese Welt nur nicht so unglaublich herausfordernd wäre. Denn egal wie weit wir uns und unsere Arme öffnen, Hürden und Hindernisse stellen sich uns immer wieder in den Weg. Werden wir von ihnen in unserem Schwung gebremst oder gar aus dem Flow gerissen, reagieren wir darauf – meist mit Stress oder Ärger, mit Ängsten oder dem Gefühl der Hilflosigkeit. In jedem Fall fühlen wir uns alles andere als wohl.
Hand aufs Herz – Mit dem Körper sprechen
Was tun? Auf dem Absatz kehrt machen und wieder zurück in die sicheren Innenräume? Nun, um Veränderung zu erreichen, ist die Bewegung nach Außen sicher hilfreich. Statt also den Rückzug anzutreten, können wir unsere Gefühle zu Hilfe nehmen und versuchen, uns selbst zu regulieren. Gefühle nämlich geben uns nicht nur Hinweise auf unsere Bedürfnisse, sie lassen sich meist auch an einem bestimmten Punkt in unserem Körper verorten. Wir beißen beispielsweise die Zähne zusammen oder fahren aus der Haut, es schnürt uns die Kehle zu, oder wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht. Unsere Sprache kennt viele Bilder, die Körperwahrnehmungen mit Gefühlen verbinden und die ein verlässliches Werkzeug sind, um unserem Gegenüber zu vermitteln, wie es uns geht.
PEP® – Klopfend ins Gleichgewicht
Diese Verknüpfung von Gefühl und Körper lässt sich gezielt nutzen. In der Psychotherapie und in angrenzenden Disziplinen hat sich das natürlich längst herumgesprochen. In der sogenannten Energetischen Psychologie finden sich Methoden wie EFT (Emotional Freedom Techniques), TFT (Thought Field Therapy) oder EDxTM (Energy Diagnostic and Treatment Methods). Sie alle basieren auf der Idee, Veränderungen über bifokal-multisensorische Interventionen – also die Fokussierung auf zwei verschiedene Sinne – zu erreichen. Genutzt wird eine Art Akupunktur, die nicht mit Nadeln, sondern durch Klopfen bestimmte Punkte stimuliert. Dr. Michael Bohne entwickelte daraus die sogenannte PEP®-Methode. PEP® steht für Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie und bezeichnet eine Klopftechnik, mit deren Hilfe belastende Gefühle aufgelöst oder sogar in positive Gedanken transformiert werden können. Begleitet wird das Klopfen auf Akupunkturpunkte durch das Aussprechen selbstakzeptierender Affirmationen, Sätze also, die unsere Selbstakzeptanz verbessern.
Wenn wir also von der Welt aus dem Tritt gebracht werden, die Anforderungen zu groß erscheinen oder wir einfach mal Dampf ablassen müssen, nutzen wir, was am nächsten liegt: uns selbst. Durch die Verbindung von Körper und Sprache bietet sich die Möglichkeit der Selbstregulation und Selbstwirksamkeitsaktivierung, um Zweifel, Stress, Angst oder Wut aufzulösen. (Wie du mithilfe der Klopftechnik dich selbst regulieren kannst, zeigen wir dir hier zum Nachlesen und an dieser Stelle als Erklärvideo von und mit Martina.)