Im Januar erscheint das Jahr lang und weit, mit viel Zeit und Raum für Allerlei und Vieles – und dann ist November und die verbleibenden Wochen sind, ehe man sich versieht, im Jahresendspurt zerrieben. Das ist ja erst einmal nichts Schlechtes. Denn im Grunde genommen sind belebte Tage, gut genutzte Wochen und ein angefülltes Jahr etwas Wunderbares. Wir sind in Bewegung, lernen neue Menschen kennen, entdecken bisher Verborgenes in uns selbst und der Welt, sammeln wertvolle Erfahrungen oder lassen Beschwerendes los. All das passiert meist fast unbemerkt. Dabei sind es nicht nur die großen Erfolge, sondern immer wieder auch die kleinen Schritte im Leben, die wir wertschätzen und feiern sollten.
Ein assoziativer Gedankenspaziergang – Was habe ich alles erlebt!
Damit wir unsere Reise bestmöglich organisiert fortsetzen, wir keinen unnötigen Ballast mit uns rumschleppen und stattdessen die wirklich hilfreichen Werkzeuge dabeihaben, kann ein reflektierender Rückblick in die vergangene Zeit hilfreich sein. Was habe ich erlebt? Was ist mir widerfahren? Wem bin ich begegnet? Was habe ich gewonnen, was verloren? Was konnte ich gehenlassen? Und was ist mir lieb und teuer geworden? Allein angestoßen durch diese oder ähnliche Fragen kommen viele kleine Assoziationen, Bilder, Gefühle und Erinnerungen an die Oberfläche unseres Bewusstseins. Das Erwachen im Frühling, frisches Grün und genussvolles Sein in der Natur. Der Sommer mit seiner Hitze und wohligem Miteinander in lauen Abendstunden. Die leuchtenden Farben des Herbstes, Spaziergang durch raschelndes Laub und gemütliche Sofastunden mit einem Buch in der Hand.
Kreatives Strukturieren – Was verbindet die Dinge miteinander?
Wie lassen sich Erlebnisse und die mit ihnen gewonnenen Erkenntnisse nutzbar machen? Um Gedanken zu sortieren, einen tieferen Einblick in die Inhalte, das Gewonnene und Erreichte werfen und gezielter durch die Erinnerungen spazieren zu können, lässt sich zum Beispiel mithilfe des Mind Mapping eine Art Wanderkarte anfertigen. Diese Methode ist nicht nur zielführend, wenn man seine fliegenden Assoziationen zu Papier und in Form bringen möchte, sie lädt darüber hinaus zum spielerischen, kreativen Tun ein – und macht damit einfach Spaß. Es darf geschrieben, gemalt und geklebt werden. Die Gedanken dürfen auftauchen, wie es ihnen beliebt, und finden ihren Ort. Nach und nach fügt sich ein Bild, in dem Zusammenhänge erkennbar, Erkenntnisse greifbar und Strukturen sichtbar werden. Vielleicht hast du Lust, eine Wanderkarte für deine Gedankenlandschaft zu erstellen? Dann schau doch mal hier: Wir haben uns ein paar Fragen überlegt, die zu einem reflektierten Nachdenken über das sich dem Ende entgegen neigenden Jahr einladen könnten. Damit du Schwarz auf Weiß – oder Bunt auf Bunt – siehst: Das alles habe ich 2022 erlebt und mitgenommen!